DIE LINKE. Kreisverband Borken

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Andreas Neumann, Kreissprecher aus Steinfurt (links) und Nuri Ayguen vom Landesverband Düsseldorf.

Vielen Dank an die Versammlungsleitung die darauf aufpasste das alle Regularien eingehalten wurden. 

 
 
 
21. Dezember 2011
Kein Grund zum Jubeln

Die Zahl der Hilfeempfänger in Ahaus sei seit Einführung der Hartz-IV-Gesetzgebung  auf einem Tiefststand, heißt es in der MZ vom 21.12.

Auf den ersten Blick eine erfreuliche Meldung könnte man meinen, schaut man aber einmal auf die Gründe für die vermeidlich positive Nachricht  bekommt man das kalte Grausen. Wie sieht es denn auf dem (Ahauser)  Arbeitsmarkt tatsächlich aus? Nicht weniger als 12 Zeitarbeitsfirmen tummeln sich in Ahaus, der Mindestlohn in dieser Branche beträgt 7,89 €. Wer davon eine Familie ernähren kann ist wohl Lebenskünstler.

Aber nicht nur hier stinkt es gewaltig, sondern insgesamt bei der primär angebotenen Erwerbsarbeit. Wohin man schaut fast nur noch Mini- und 400 Euro-Jobs. Zwar gut um Arbeitslosenstatistiken zu frisieren aber für die Betroffenen ist das hier zu erzielende Einkommen zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Da passt der gerade vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin veröffentlichte Armutsbericht 2011 (http://www.der-paritaetische.de/armutsbericht2011) wie die Faust aufs Auge.

Hier heißt es u.a. das 14,5 %, das sind ca.12 Millionen Menschen, unserer Bevölkerung Armutsgefährdet sind, Tendenz steigend. Besonders betroffen sei Berlin und NRW wird resümiert. Wer einmal über den Tellerrand schauen möchte geht einfach während der Öffnungszeiten zur Ahauser Tafel, hier brummt das „Geschäft“ mit der Armut, traurig aber wahr.

19. November 2011
Drei Ahauser im Kreisvorstand.
Hinten von Links. Helmut Schulz, Martin Rath, Manfred Niemeyer, Henry Paul. Vorne von Links. Heidi Breuer, Maria Sonders, Selda Kopietz mit Söhnchen, Helga Paul, Angelika Schicks ( neue Revisorin) Robert Brand.
Hinten von Links. Helmut Schulz, Martin Rath, Manfred Niemeyer, Henry Paul. Vorne von Links. Heidi Breuer, Maria Sonders, Selda Kopietz mit Söhnchen, Helga Paul, Angelika Schicks ( neue Revisorin) Robert Brand.

Drei Ahauser, nämlich Helmut Schulz als Sprecher, sowie Helga und Henry Paul als Beisitzer gehören zum neuen Vorstand des Linken Kreisverbandes Borken.

Das ergaben die am Samstag den 19.11.2011 in der Kreisstadt durchgeführten Neuwahlen des Kreisvorstandes der LINKEN im Kreis Borken. Die Wahlen mussten außerplanmäßig abgehalten werden da der alte Vorstand nicht mehr handlungsfähig war nachdem zuerst vier und dann sechs Wochen später noch einmal vier von insgesamt elf Vorstandsmitgliedern zurückgetreten waren. Darunter auch der geschäftsführende Vorstand, Anita Lohberg, sowiw Bärbel und Rainer Sauer.

Leider gab es unüberbrückbare Differenzen in der Ansicht der Vorstandsmitglieder über den Führungsstil an der Spitze des Kreisverbandes. Die gesamte neue Führungsmannschaft will sich aber nun als Team verstanden wissen und die vom alten Bocholter Führungstrio Lohberg, R.Sauer, B.Sauer aufgebauten personell sowie regional schwerpunktmäßigen Hierarchien abschaffen.

Heidi Breuer und Helmut Schulz, die neuen Kreissprecher betonen ausdrücklich das ab sofort echte Basispolitik auf der Agenda stehe und jeder der etwas dazu beitragen will und kann gleichberechtigt beteiligt wird, das hätte es in der Vergangenheit leider nicht gegeben.

Jung und Alt, gemeinsam für eine Atomfreie Zukunft

Trotz ziemlicher Kälte und eisigem Wind gingen Opa Henry und Enkel Valton gemeinsam auf die Straße um für eine Zukunft ohne Angst vor Atomstrahlung zu demonstrieren. 

Es ist wichtig schon den jungen Menschen zu zeigen das man nicht wehrlos zusehen muss wie bestimmte Lobbypolitiker unsinnige, ja sogar gefährliche Dinge beschließen und auch trotz großem Widerspruchs rücksichtslos durchsetzen wollen, meinte Henry Paul, der Ahauser Stadtverbandssprecher der Partei DIE LINKE.

Leider ist es heute so das sich junge Leute kaum noch für Politik und Umwelt interessieren. In Zeiten von DSDS oder Big Brother haben viele Menschen den Blick für das Wesentliche verloren. Deshalb kann es eigentlich nicht früh genug sein unseren Kindern und Enkeln zu zeigen wie man mithelfen kann eine für alle Menschen lebenswerte Zukunft zu gestalten.