
Zu unseren offenen Mitgliederversammlungen treffen wir und an jedem zweiten Dienstag im Monat im Rolinck Bräu. Neustr. 48, in Gronau. Die genauen Termine entnehmen sie bitte hier-->
Ansprechpartner (Vorstand) in Gronau:
Robert Brandt, Tel. 0172 - 2358668 - Sprecher
Harry Thiem, Tel. 02562 - 22673 - stellvertretender Sprecher
Gerd Grothe - Schriftführer
Klaus Rothe - Beisitzer
Wolfgang Mazur - Beisitzer
Auf ihrer Jahreshauptversammlung am 04. Juli 2010 wählte der Stadtverband Gronau seinen neuen Vorstand.
Bedingt durch den Einzug in den Rat der Stadt Gronau und deren Gremien sind neue Aufgaben auf Partei und Mitglieder zugekommen.
Um die Aufgaben besser auf mehrere „Schultern“ zu verteilen, wurde der Vorstand etwas verändert.
Die Mitglieder wählten Robert Brandt zum Vorsitzenden. Stellvertreter ist Harry Thiem. Als Schriftführer wurde Gerd Grothe, und als Beisitzer Klaus Rothe und Wolfgang Mazur gewählt.
Marita Wagner kandidierte nicht wieder, sie kandidiert mit guten Aussichten für den Landesvorstand „DIE LINKE“ NRW.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren.
Als Neuling im Rat habe ich, als ich den Haushalt erhielt und ihn durcharbeiten wollte, an meinen haushalterischen Fähigkeiten gezweifelt. Ein Vergleich mit den Vorjahren war nicht möglich, da Posten hin- und hergeschoben wurden und es einer Sysiphusarbeit glich, sich eine Übersicht zu verschaffen.
Als ich mitbekam, dass auch die „alten Hasen“ die gleichen Probleme mit dem Haushalt hatten, war ich beruhigter. Meine Schwierigkeiten mit dem Haushalt lagen somit nicht an mangelnden Fähigkeiten.
Die anfängliche Aussage der CDU, dass sie den vollen Durchblick hätten, da sie gut gecoacht worden seien, konnte auch schnell ins Reich der Märchen verwiesen werden. Sie hatten in den Einzelberatungen die gleichen Schwierigkeiten und Fragen wie alle anderen Fraktionen.
Somit lässt sich feststellen, dass die Erwartung, dass das NKF für die Ratsmitglieder verständlicher und besser handhabbar sei, sich nicht erfüllt hat. Es sind Nachbesserungen notwendig, wie auch schon einige Gremien, zum Beispiel der Städte- und Gemeindebund, festgestellt hat.
Nach dieser Vorbemerkung komme ich zum Gronauer Haushalt.
Bedingt durch hohe Gewerbesteuerzahlungen, vor allem von einem Gronauer Betrieb, ist Gronau in einer positiveren Lage als viele andere Städte, denen die Belastungen durch Bund und Land sehr zu schaffen machen und die an der Grenze der Belastbarkeit angekommen sind. Aber auch hier machen sich diese Belastungen deutlich bemerkbar. Massiv sind die Mittel für Städte und Gemeinden gekürzt worden, sind weitere Aufgaben an sie übertragen worden, ohne für eine Entlastung zu sorgen. Selbst wachsende Einnahmen reichen nicht mehr aus, um die laufenden Kosten zu decken.
Zerrieben zwischen wegbrechenden Einnahmen und explodierenden Ausgaben befänden sich die Kommunen »in der schwersten Finanzkrise seit dem 2. Weltkrieg«, sagt Bernd Schneider vom Städte- und Gemeindebund NRW. Vielen Kommunen droht die Entmündigung durch Aufsichtsbehörden, die jede »freiwillige« Ausgabe genehmigen müssen. Das höhlt die Demokratie aus und macht das im Grundgesetz verankerte Selbstbestimmungsrecht der Gemeinden zu Makulatur.
Die Linke fordert schon lange einen Entschuldungsfond – einen Schutzschirm für die Kommunen. Wenn der Staat Banken als „systemrelevant“ betrachtet und Schutzschirme in Milliardenhöhe aufspannt, muss er schon erst recht die Gemeinden, Städte und Kreise in NRW als „systemrelevant“ betrachten. Die Gemeindefinanzreform ist insofern überfällig, um den Gemeinden Einnahmen zu sichern. Das bedeutet, dass wir ein Gemeindefinanzierungssystem brauchen, dass den Kommunen eine ausreichende und Aufgabengerechte Finanzierung sichert und gewährleistet.
Die Linke fordert neben der Gemeindefinanzreform ein Programm des Landes zur Rettung der Kommunen und zwar als Hilfe zur Selbsthilfe und nicht als Instrument zur Gängelung der Städte, Gemeinden und Kreise. Es muss Schluss sein mit der Ausplünderung der Kommunen.
Es ist interessant festzustellen, dass Herr Rüttgers und Herr Schäuble 2 Wochen vor der Landtagswahl in NRW ihr Herz für die Kommunen entdeckt haben und einen gemeinsamen Ausgleichstopf erstellen wollen. Den Kommunen und Kreisen bleibt die Hoffnung, dass dieses nach der Landtagswahl auch tatsächlich umgesetzt wird und es sich nicht nur als wahltaktisches Manöver entpuppt.
Die Linke hat zu diesem Haushalt noch keine Anträge eingebracht. Wir sind erst kurze Zeit im Rat und mussten uns einarbeiten. Deshalb haben wird davon abgesehen, ein paar Anträge kosmetischer Natur einzubringen.
Die Linke wird diesen Haushalt als Übergangshaushalt mittragen, weil die vorgeschlagenen Kürzungen im sozialen Bereich weitgehend behoben werden konnten.
Das Rock- und Popmuseum, das auch bei uns in der Kritik steht, konnten wir noch nicht beurteilen, da wir in den Gremien noch nicht aufgenommen wurden und uns von daher noch keinen Überblick verschaffen konnten. Hier sei aber versichert, dass wir mehr als kritisch in die Unterlagen schauen werden und einen Verlust von 800.000 Euro pro Jahr ganz sicher nicht mittragen werden, wenn sozial engagierte Bürgerinnen und Bürger, die von der Stadt einen Zusschuss für ihr Projekt von z.B. 5.000 Euro erwarten, zurückgewiesen werden.
Für den nächsten Haushalt hat sich die Linke allerdings schon ein paar Gedanken gemacht. Als erste Stichworte seien genannt:
Einführung eines Sozialtarifes bei den Stadtwerken
Hintergrund ist, dass die Kosten für Energie für Verbraucher mit geringem Einkommen überproportional gestiegen sind. Mit der Einführung eines Sozialtarifes soll ein Abrutschen in die Armut verhindert werden.
Zusammenführung von Schulen, die aufgrund der geänderten SchülerInnenzahlen nicht mehr den Raumbedarf von früher haben. Hier ist, im Sinne von „eine Schule für alle“, an den Neubau einer Schule samt Sporthalle zu denken.
„Eine Schule für alle“ bedeutet, dass alle Kinder bis zur zehnten Klasse gemeinsam mit umfassender Ausstattung für die individuelle Förderung lernen.
Einführung eines Bürgerhaushaltes. Damit würden die Bürgerinnen und Bürger in die Planungen für ihre Stadt mit eingebunden. Die Bevölkerung wird dadurch an kommunale Entscheidungsprozesse beteiligt. Es ist ein Beispiel für direkte Demokratie.
Von November 2000 bis Mai 2004 führte das Innenministerium NRW ein Projekt hierzu durch. Unsere Nachbarstadt Emsdetten z.B. arbeitet inzwischen mit Elementen dieses Verfahrens. Darüber hinaus gibt es in Deutschland eine ganze Reihe von Städten, die Bürgerhaushalte durchführen.
Die Linke macht mit diesem Vorschlag deutlich, dass sie ganz eng mit den Bürgerinnen und Bürgern an der Steigerung der Attraktivität unserer Stadt zusammenarbeiten will.
Wie Sie sehen können, hat sich die Linke schon ein paar Gedanken zur zukünftigen Gestaltung unserer Stadt gemacht. Wir laden alle Fraktionen im Gronauer Rat dazu ein, daran mitzuarbeiten.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.

Es ist ein Riesensprung, den die Urananreicherungsanlage in Almelo machen soll. Von 4950 t Trennarbeit pro Jahr soll die Anlage auf 6200 UTA/a erweitert werden, wie das niederländische Umweltministerium am 8.4.2010 in einer Anzeige in den Gronauer Nachrichten veröffentlichte.
Konnte schon die bisherige Kapazität nicht durch das einzige Atomkraftwerk in den Niederlanden begründet werden, so erst recht nicht durch diese Ausweitung der Kapazität, mit der ca. 50 Kernkraftwerke versorgt werden können.
Dass die Urananreicherungsanlagen nicht, wie vom Betreiber behauptet, "bessere chemische Fabriken" sind, konnte man an dem Zwischenfall in Gronau erleben, bei dem ein Mitarbeiter verstrahlt wurde. Da ist es auch wenig hilfreich, wenn auf Fehler in Schweden oder sonstwo verwiesen wird. Es wurde mehr als deutlich, dass die Technologie nicht beherrschbar ist.
Der BBU bereitet einen Sammeleinspruch vor, auf den wir hier hinweisen.
> Die Bekanntmachung des niederländischen Umweltministeriums ist hier zu finden:
> www.vrom.nl/urenco.
> Selbstformulierte Einsprüche können an folgende Adresse geschickt werden:
> Ministerie van Volkshuisvestiging, Ruimtelijke Ordening en Milieubeheer,
> Portefeuille Milieu, Directie Risicobeleid/IPC 645, Postbus 30945, NL - 2500 GX Den Haag.
DIE LINKE Gronau begrüsst das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichtes
zu den Regelleistungen nach SGB II als Schritt in die richtige Richtung. Die
derzeitige Praxis wird darin als verfassungswidrig eingestuft. Die
Regelsätze müssen jetzt transparent nach dem tatsächlichen Bedarf auf ein
menschenwürdiges Existenzminimum überprüft, statt wie bisher "ins Blaue"
geschätzt werden. Das gilt vor allem für die Regelsätze für Kinder, die
bisher einfach in Anteilen der Sätze für Erwachsene festgelegt wurden.
Eingerechnet war dabei beispielsweise auch Geld für Alkohol und Zigaretten.
Dafür fehlten Ausgaben für Windeln oder schnell wachsende Kinderfüsse. So
bemängeln die Verfassungsrichter auch, dass Ausgaben für Bildung als Posten
ohne Begründung außen vor gelassen werden.
Dazu der Sprecher des Stadtverbandes DIE LINKE, Robert Brandt:
"Unserer Ansicht nach löst eine Neuberechnung der Regelsätze allein jedoch
noch lange nicht die grundlegenden Konstruktionsmängel der Hartz-Gesetze.
Solange Erwerbslose von ihren Jobcentern mehr gefordert als gefördert werden
und solange Hartz IV das Einfallstor für Lohndumping auf dem Arbeitsmarkt
ist, gehört es abgeschafft."
Marita Wagner, Sprecherin des Stadtverbandes, ergänzt:
"Sanktionsdruck, Schikanen und Enteignung älterer ArbeitnehmerInnen, die
ewerbslos geworden sind, werden auch nach dem Urteil weiterhin den Alltag
von Erwerbslosen prägen. Das ist nicht hinnehmbar
Mit Verwunderung nimmt der Stadtverband Gronau DIE LINKE zur Kenntnis, dass Dr. Ulf Jäger aus der Partei und Fraktion ausgetreten und unter Mitnahme des Mandates der SPD beigetreten ist. Aus einer Partei auszutreten und in eine andere einzutreten, ist nichts Verwerfliches, wenn man dadurch seine politischen Ziele besser verfolgt sieht. Sein Mandat, das man von der Partei DIE LINKE erhalten hat, mitzunehmen, zeugt allerdings nicht von geistiger Reife und moralischer Integrität. Seinem bisherigen Stadtverband solch einen Schaden zuzufügen, könnte man nur vor dem Hintergrund verstehen, wenn es zu schweren Zerwürfnissen innerhalb des Stadtverbandes gekommen wäre. Dies war jedoch nicht der Fall. Leider hat es Dr. Ulf Jäger auch nicht für nötig befunden, ein persönliches Gespräch zu suchen. In diesem hätte ihm unter anderem das beschlossene Landtagswahlprogramm mal erklärt werden können und er hätte seinen Austritt nicht mit falschen Behauptungen begründen müssen.
Der Stadtverband Gronau DIE LINKE wünscht ihm viel Glück in der neuen Partei und fordern ihn auf, das Mandat der Linken an diese zurückzugeben.

Der neuerliche Zwischenfall in der Urananreicherungsanlage in Gronau, bei dem radioaktive Stoffe freigesetzt wurden und ein Mitarbeiter der Anlage ins Krankenhaus kam, zeigt deutlich, welche Gefahren von der Anlage ausgehen.
Aber nicht nur der Betrieb, auch die Urantransporte stellen eine ständige Gefährdung der Bevölkerung dar.
Dieser Zwischenfall ist nur ein weiterer Mosaikstein der aufzeigt, dass sich Deutschland sehr schnell von der Atomenergie verabschieden muss.
Die Fraktion DIE LINKE ist empört über die neuerliche Datenpanne bei den Banken und Sparkassen
und vor allem über deren Umgang damit. Scheibchenweise wurde die Öffentlichkeit informiert und
es wurde versucht sich vor der Verantwortung zu drücken, indem man dem Hersteller der Karten
die Verantwortung erst mal zuschob. Dass die Karten erst nach Überprüfung der Banken ausgegeben
wurden, wird natürlich weitgehend verschwiegen, weil damit sofort klar wird, dass die
Verantwortung bei den Banken liegt. Ohne deren Prüfung und Zustimmung hätten die Karten nicht
ausgeliefert werden können. Wenn man sich der eigenen IT-Spezialisten entsorgt, ist es nicht
verwunderlich, wenn dann solche Pannen durchgehen können und nicht entdeckt werden. Vor diesem
Hintergrund hat die Fraktion folgende Anfrage an den Bürgermeister gerichtet:
Sehr geehrter Herr xxx,nachdem wir feststellen konnten, dass sich die Kreditinstitute bei der neuesten Datenpannemal wieder vor der Verantwortung drücken und nur scheibchenweise die Öffentlichkeit und dieVerbraucherInnen informiert werden, wie es schon beim Kreditkartenskandal im November der Fallwar, möchte DIE LINKE wissen, wer für diese neue Panne verantwortlich ist. Es kann jedenfallsnicht davon ausgegangen werden, wie es der Zentrale Kreditausschuss, der Spitzenverband derdeutschen Banken und Sparkassen am Montag mitteilte, dass die Akzeptanz der Karten weitgehendwiederhergestellt sei. Verantwortlich für diese Panne, egal wo der Grund dafür zu suchen ist,sind die Banken und Sparkassen. Sie können sich nicht damit herausreden, dass die Abwicklungstark zerlegt und international verteilt sei. Wenn der Anbieter den Überblick verloren hat,kann dies nicht zu Lasten der Kunden gehen. DIE LINKE fragt vor diesem Hintergrund:1. Wird es zu einem vollständigen Austausch der Karten kommen?2. Mit welchen Kosten insgesamt wird dabei gerechnet (uns liegt die Zahl 240 Millionen vor)?3. Mit welchen Kosten rechnet die Gronauer Sparkasse?4. Wie will die Gronauer Sparkasse gegen den Imageschaden vorgehen?5. In welcher Form wird die Gronauer Sparkasse dagegen vorgehen, dass immer mehr Leistungenoutgesourct und in eigene Firmen ausgegründet werden und sie jetzt nicht mal mehr dazu inder Lage sind die Qualität der Leistung zu überprüfen?6. Ist eine Entschädigung der Gronauer Geschäftsleute vorgesehen? Und in welcher Form?
Die Linke hat in der Hauptausschusssitzung in Gronau klar Stellung gegen den weiteren Ausbau der Atomkraftwerke bezogen und dem Antrag von Udo Buchholz von der GAL, in dem die Stadt Einspruch gegen den Neubau des Atomkraftwerkes Borssele II in den Niederlanden beziehen soll, aus voller Überzeugung zugestimmt.
Durch die neuen Mehrheiten im Gronauer Rat wurde es möglich, dass die Stadt Stellung gegen die Atomlobby beziehen kann, da dem Antrag mit Mehrheit gefolgt wurde. Die niederländischen Atomkraftgegner haben diese Entscheidung begrüsst und wünschen sich, wie wir auch, dass es jetzt auch zu klareren Aussagen zur Urananreicherungsanlage in Gronau kommen wird.
Nachdem die CDU im Gronauer Rat die Mehrheit verloren hat, haben sich die Fraktionen von SPD, FDP, UWG, Pro!Bürgerschaft, DIE LINKE und GAL zu einer Initiative für einen neuen Politikstil zusammengeschlossen. Erstes Ergebnis der vertrauensvollen Zusammenarbeit der sechs Fraktionen war die Entscheidung, durch 13er und 15er Ausschüsse und Gremien ein Spiegelbild der Sitze im Rat herzustellen. Damit sind alle Fraktionen in allen Ausschüssen vertreten.
Mehr Bürgernähe soll durch die Einsetzung eines Ausschusses für Anregungen und Beschwerden hergestellt werden. Bisherige Ausschüsse wurden entzerrt und zukunftsweisende Themen wurden mit aufgenommen. Die sechs Fraktionen werden weiterhin eigenständig ihre Politik betreiben und für Mehrheiten mit Argumenten versuchen zu überzeugen. Es ist keine Koalition die zukünftig mit einer Stimme sprechen wird.
Jeder für sich wird versuchen zu überzeugen. Für DIE LINKE ist es ein besonderer Erfolg, dass mit Marita Wagner eine Linke den Vorsitz des Ausschusses für Arbeit, Soziales, Familie und Bevölkerungsentwicklung übernommen hat. Damit konnte der Vorsitz eines
Schlüsselausschusses für linke Politik besetzt werden.
Wagner, Marita
57 Jahre
Selbstständige Physiotherapeutin
Aus der Frauen- und Anti-AKW-Bewegung kommend, gehörte ich der ersten grünen Bundestagsfraktion von 1983 bis 1987 an. Von 1989 bis 1994 war ich Stadtratsmitglied und stellvertretende Bürgermeisterin in Gronau. Von 1989 bis 2002 war ich, mit einem Jahr Unterbrechung, 1. Vorsitzende des Bundesverbandes selbstständiger Physiotherapeuten. 2004 wurde ich in den Vorstand der Vereinigung ehemaliger Mitglieder des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlaments gewählt. Derzeit bekleide ich dort das Amt der Schriftführerin. Seit Mai 2008 bin ich Sprecherin des Stadtverbandes Gronau die Linke und seit März 2009 Sprecherin des Kreisverbandes. Bitte lesen Sie weiter
Zu ihrer Auftaktveranstaltung für den Europawahlkampf hatte DIE LINKE. in Gronau Jürgen Klute, den Kandidaten aus NRW für das Europaparlament, eingeladen, der für eine starke linke Kraft im nächsten Europäischen Parlament geworben hat. Er räumte auf mit dem Irrglauben, dass die Mitglieder der LINKEN Europafeinde seien und wies darauf hin, dass ein Nein zum Lissabonvertrag für DIE LINKE bedeutet, dass sie sich ein Europa der Solidarität, der Demokratie und des Friedens wünschen. Das Nein in Frankreich und den Niederlanden zum Verfassungsentwurf hat gezeigt, dass die große Mehrheit der Menschen kein Europa möchte, in dem Wirtschaftsinteressen im Vordergrund stehen. Dem kann sie DIE LINKE nur anschließen, so Jürgen Klute. Ziel muss ein soziales und demokratisches Europa sein in dem die Interessen und der Schutz der Bürgerinnen und Bürger und ihre Grundrechte in den Mittelpunkt gerückt werden. Der Lissabonvertrag ist dabei nicht zukunftsweisend. Es wird ein neuer Vertrag für eine neue Zeit benötigt, der auch die Lehren aus der Wirtschaftskrise zieht. Gebraucht wird eine EU-Verfassung, die von den Bürgerinnen und Bürgern mitgestaltet wird und über die zeitgleich in jedem EU-Mitgliedsstaat abgestimmt wird. Im Anschluss an den Vortrag entspann sich eine lebhafte Diskussion. Man war sich darüber einig, dass auf die Wichtigkeit der Europawahl noch deutlicher hingewiesen werden muss.
Das Grußwort für den Landesvorstand richtete das Landesvorstandsmitglied Andrej Hunko aus, der mit Platz 6 auf einem aussichtsreichen Platz auf der Reserveliste für die Bundestagswahl steht. Als Gast konnte Sylvia Gabelmann, Mitglied des Sprecherinnenrates LISA, der feministischen Frauenarbeitsgemeinschaft der Linken, begrüßt werden. Neben der Sprecherin des Stadtverbandes Gronau, Marita Wagner, die die Veranstaltung leitete, nahm auch der Kreissprecher Karl-Heinz Rietmann teil.
Marita Wagner wies zum Abschluss darauf hin, dass DIE LINKE Gronau auf der Verbrauchermesse „Gronau bewegt“ am 6.6.09, also einen Tag vor der Europawahl, mit einem Stand zur Europawahl vertreten sein wird.
Das Verfassungsgerichtshof des Bundeslandes NRW in Münster uteilte:
Die Zusammenlegung der Kommunalwahl mit der Europawahl sei "mit
demokratischen Grundsätzen unvereinbar und nichtig". Ein so langer Zeitraum
zwischen Wahl und Ende der Amtsperiode könne nur gerechtfertigt sein, wenn
es hierfür "gewichtigere Belange von Verfassungsrang" oder sonstige
"zwingende" des Gemeinwohls geben könnte. Diese Voraussetzungen sah das
Gericht allerdings nicht. Und "ein bischen Verfassungsbruch" konnte das
Gericht erst recht nicht nachvollziehen.
Das Trauerspiel des FDP-Innenministers nimmt kein Ende. Und es ist wohl auch
kein Ende bis zur nächsten Landtagswahl abzusehen. Rücktrittsforderungen
ändern nichts an der politischen Lage und ausgewechselte Politiker werden
sicherlich keinen anderen Kurs einschlagen. Zumal jetzt schon klar ist, dass
der neue Wahltermin für die Kommunalwahlen nicht mit der Bundestagswahl
zusammen fallen soll, sondern ein gesonderter Termin sein wird. Der 30.
August ist von der Landesregierung ins Auge gefasst. Eine Zusammenfassung
von Bundestagswahl und Kommunalwahl, wie von vielen aus Kostengründen
bevorzugt, wird mit fadenscheinigen Begründungen abgelehnt.
Es ist verständlich, dass die CDU-regierten Kommunen Angst davor haben, dass
das schlechte Image der Bundespartei auf sie abfärbt. Aber wenn sie gute
Politik gemacht hätten, müssten sie diese Angst nicht haben. Dann müsste man
keine Angst davor haben bei der gleichzeitigen Bundestagswahl
"untergepflügt" zu werden, wie es der CDU-Fraktionschef äusserte.
Interessant ist auch, dass da nun nicht mehr mit einer höheren
Wahlbeteiligung, wie noch bei der Europawahl argumentiert wurde, die Rede
ist.
Die Linke hat sich im Kreis in einigen Stadtverbänden schon gut aufgestellt
und ist kann die Ausgangsposition dank vieler Neumitglieder nur noch
verbessern. Sie hat jetzt ein bischen mehr Zeit gewonnen und wird sie gut
nutzen, um in vielen Städten des Kreises Präsenz zu zeigen und in den
Städten eine wirkliche Alternative zur verkrusteten Politik der bisherigen
Parteien aufzuzeigen.