Eigentlich galt die von der Polizei genehmigte Protestveranstaltung der Partei DIE LINKE. am Samstag, 05. April, in der Bocholter Fußgängerzone gegen Bocholts Bürgermeister Peter Nebelo (SPD), weil er der „Linken“ nach Ansicht des Kreissprechers Rainer Sauer einen „Maulkorb“ verpassen wollte, in dem er den vor 12 Tagen beantragten Infostand ablehnte und auf eine „2wöchige Frist“ verwies.
Doch nach etwa einer halben Stunde kam es zu massiven Störungen durch etwa 10 Personen aus der Rechtsextremistischen-Szene. Zwei Polizeibeamte mussten sogar Verstärkung anfordern. Sauer, der auch Sprecher der Bürgerinitiative “No Nazis. Bocholt stellt sich quer! ist, wurde zunächst durch einen der 10 Personen (NPD-Funktionär) über längere Zeit hinweg attackiert, in dem sich die Person ganz nah vor ihm stellte, beleidigte und beschimpfte, während die Polizeibeamten bei den anderen Personen die Personalien überprüften. Einige Minuten später drängten ihn drei weitere Personen massiv in Richtung Hertie Gelände ab. Nur durch das Eingreifen der zwei Polizeibeamten, die zu diesem Zeitpunkt in ihrem Einsatzfahrzeug saßen und vermutlich gerade Verstärkung anforderten, war es Sauer gelungen, sich aus der misslichen Lage zu befreien. Sauer: „Sie wollten mir meinen Fotoapparat wegnehmen, beschimpften mich und drohten mir Gewalt an. Eine Überprüfung durch die Polizei hat ergeben, dass sich auf der Speicherkarte seiner Kamera keine Fotos von diesen und anderen Personen befanden.“ Allen Personen wurde von der Polizei Platzverweise erteilt.
Dieser Vorfall gehört zu einer Reihe von Übergriffen auf Sauer und seiner Familie: Zuletzt am 11. Januar zogen spät abends Vermummte aus der Rechtsextremistischen-Szene an Sauers Haus vorbei. In der Nacht zuvor spielte sich Ähnliches dort ab. In der Silvesternacht wurde von der Polizei ein Aufmarsch von Rechtsradikalen vor seinem Haus durch die Polizei verhindert. Das teilte die Polizei Münster Sauer später mit.
„Die bisherigen Übergriffe belegen ein mal mehr, dass ein NPD-Verbot dringend geboten ist“, so die Linke in ihrer Pressemitteilung. Zugleich fordert die Linke, dass Rat und Verwaltung sich diesem Thema verstärkt annehmen und verstärkt über die Rechte-Szene in Bocholt aufklärt. Sauer: „In dieser Sache müssen alle Demokraten zusammen stehen, ohne Rücksicht auf Parteizugehörigkeit oder Religion.