DIE LINKE. Kreisverband Borken

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Abzocke beendet

 

Bürger wehrt Euch

 
 
Die Tafel, soziale Wohltat oder Armutszeugnis


"Die Ahauser Tafel ließ sich zu Unrecht feiern." So jedenfalls verstand es Henry Paul aus Ahaus, als er am 29.April die Ahauser Zeitung aufschlug. Der Grund für seine Aufregung lässt sich nachlesen. Einfach hier anklicken! Das kann doch nicht sein, dachte sich der 61 jährige Ahauser und verfasste folgenden Leserbrief, der am 1.Mai - also am Tag der Arbeit - im Ahauser Regionalteil der Münsterlandzeitung abgedruckt wurde:


Die Tafel, nun mit Segen von oben?

Unser tägliches Brot gib uns heute! Manifestierung von Unrecht in ökumenischem Gleichklang? Lernt die Kirche nicht dazu? Zwar sind es heute keine Waffen mehr, die mit himmlischem Beistand die Feinde der herrschenden Schicht besiegen sollen, aber es geht wohl in die gleiche Richtung, wenn für Einrichtungen der Armenspeisung göttlicher Segen erbeten wird.

Anstatt dieses zum Himmel schreiende Unrecht aber nun von der Kanzel anzuprangern, zieht man es vor, sich von Stellen, die unsere Gesellschaft in Arm und Reich einteilen wollen, vor den Karren spannen zu lassen. Auch Dr. Ulrich Thien vom Diözesancaritasverband Münster sieht hier laut Münsterlandzeitung gesteigerten Handlungsbedarf bei staatlichen Stellen. 

Wann also erhebt die Kirche endlich ihre Stimme und handelt nicht weiter nach dem Prinzip „Reden ist Silber, Schweigen ist aber Gold“?

Henry Paul, DieLinke Ahaus


Wird hier etwas falsch verstanden ?

Einen Festakt zur Einweihung der Ahauser Tafel. Wie zynisch, hier wird das Versagen des Staates gefeiert. Wem hilft die Tafel wirklich? Den philanthropen Betreibern ? Den „großzügigen Spendern“ von Lebensmitteln, die eigentlich von Ihnen für teures Geld per Sondermüll entsorgt werden müssten ? Oder dem Staat der die ärmsten der Armen, wie Berthold Brecht schon wusste, nach der Devise „Erst kommt das Fressen dann die Moral“ abspeisen und ruhigstellen will ? Hier wird etwas beklatscht, was es eigentlich nicht geben dürfte. Die einzig richtige Lösung kann nur heißen, eine finanzielle Grundsicherung für die die es brauchen, und zwar in einer Höhe die auch diesen Menschen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Wer das bezahlen soll? Ganz einfach, Robin Hood hat es beantwortet.

Henry Paul, DieLinke Ahaus

Stadt Ahaus verzichtet auf Sondernutzungsgebühr

Man kann es ja mal versuchen, so oder ähnlich wird wohl der Ahauser Rat bei seiner Einführung der so genannten „Sondernutzungsgebühr“ für Veranstaltungen im öffentlichen Raum gedacht haben. Davon betroffen war auch der Ortsverband der Partei DieLinke. Für jeden Infostand war eine Gebühr von mindestens 20,- Euro fällig und belastete unnötig die ohnehin schon schmale Kasse der Ahauser Linken. Nun konnte der mit der Anfechtung dieser Regel beauftragte Rechtsanwalt einen Erfolg auf ganzer Linie vermelden. Die Gebührenpflicht für zur politischen Meinungsbildung dienende Infostände wird ab sofort abgeschafft. Warum nicht gleich so kann man fragen wenn man an die unnötig entstandenen Kosten für die Stadt Ahaus denkt.


Henry Paul Sprecher Stadtverband „DieLinke Ahaus“ 

Bürgerantrag erleichtert Antragestellung zur GEZ Befreiung

Am 27.01.2010 wurde in Ahauser Rathaus im Rahmen der Ratssitzung über den Bürgerantrag des Stadtverbandes DIE LINKE Ahaus „GEZ Bescheinigung“ beraten. 

Eigentlich ist in dem Beschlussvorschlag der den Ratsmitgliedern vorgelegt wurde angeregt worden den Antrag an den Ausschuss für Soziales und Arbeit, Familie und Senioren zur weiteren Entscheidung weiterzugeben. Der Ahauser Bürgermeister hatte aber Neuigkeiten aus der Kreisstadt Borken die eine Weitergabe an den Ausschuss überflüssig machte. 

Der inzwischen informierte Kreis Borken hatte kurzfristig entschieden dem Bürgerantrag der Ahauser Linken zu folgen und den darin gestellten Forderungen stattzugeben. In Kürze werden also alle betroffenen Personen im Kreis Borken zusammen mit ihren Bescheiden die geforderte Bescheinigung für die GEZ Befreiung direkt vom Leistungsträger erhalten.

Dies ist als erhebliche Erleichterung für die Sozialgeldempfänger anzusehen. Die Frage warum man im Kreis nicht schon von selbst auf bereits seit über einem ½ Jahr angewandte Praxis bei den Argen gekommen ist sei aber erlaubt. Jedenfalls sind wir von der Partei DIE LINKE über den Ausgang dieses Verfahrens hoch zufrieden und werden auch in Zukunft überall da wo wir meinen es wäre nötig unsere Stimme erheben.

 

Antiatomkraft-DEMO BZA - Ahaus

Trotz eisiger Kälte und Schneegestöber ließen es sich am Sonntag den 20.12.09 Helga und Henry Paul sowie Horst Müller vom Ahauser Stadtverband „DIE LINKE“ nicht nehmen die DEMO kontra Atomkraft am BZA in Ahaus Ammeln zu unterstützen.

Gemeinsam mit etwa 300 anderen Demonstranten zeigten sie im wahrsten Sinne des Wortes Flagge gegen die Einlagerung von Atommüll in Ahaus. Die grundsätzliche Einstellung der Linken zur Atompolitik dürfte ja hinlänglich bekannt sein, wir fordern eine "unverzügliche und unumkehrbare Stilllegung" aller Atomanlagen in Deutschland. Das unterstrichen die drei Ahauser Aktivisten auch am Sonntag in den Gesprächen mit vielen anderen frierenden Demonstranten.  

Atomkraft, nein Danke

Am Sonntagnachmittag (24.01.2010) demonstrierten auch Mitglieder des Stadtverbandes Ahaus der Linken vor dem Gronauer Rathaus mit Atomkraftgegnern, Gewerkschaftern und Mitgliedern der Linken aus Bocholt, Gronau und Münster gegen die Urananreichungsanlage in Gronau.

Unter Ihnen befand sich auch Kathrin Vogler, Mitglied der Bundestagsfraktion der Linken. Sie erklärte in einem Videobeitrag der Bocholter Linken (siehe rechte Spalte ), dass sie an das Bundesumweltministerium eine Anfrage zum Störfall und zur Sicherheit der Atomanlage in Gronau gestellt habe.

Die Anti-Atom-Gegner zogen auch durch die Gronauer Innenstadt und forderten auf Transparenten „Atomanlagen im Münsterland. Stilllegen! Sofort!“ und „Behaltet eure dreckigen Sponsoren-Gelder!“ sowie „Atom. Stopp. Das Uran bleibt in der Erde!“.

Der Stadtverband Ahaus der Linken spricht sich für eine sofortige Stilllegung der Atomanlagen in Gronau und Ahaus aus.

Kinderarmut in Deutschland

Nach dem Kinderreport Deutschland 2007 des Kinderhilfswerk ist die Kinderarmut seit 1965 dramatisch angestiegen. War vor 42 Jahren nur etwa jedes 75. Kind unter sieben Jahren zeitweise oder dauerhaft auf Sozialhilfe angewiesen, war es 2006 schon jedes sechste Kind. Im Kreis Borken bezogen im Dezember 2008 insgesamt 18.217 Menschen in 8.550 Bedarfsgemeinschaften Grundsicherungsleistungen aufgrund von Erwerbslosigkeit oder niedrigem Erwerbseinkommen, darunter 3.081 Bedarfsgemeinschaften mit 5.247 Kinder unter 15 Jahren.

Besonders betroffen von der Armut sind dem Report nach Kinder aus Einwandererfamilien. Aber auch immer mehr Kinder aus Mittelschichtfamilien sind von der Armut bedroht. Der Report macht hauptsächlich die Einführung der Hartz-IV-Gesetze für die immer größere Kinderarmut verantwortlich. Die Einführung habe sich besonders dramatisch auf die Situation der Kinder ausgewirkt. Allein dadurch habe sich die Zahl der Kinder, welche auf Sozialhilfe angewiesen sind, auf mehr als 2,5 Millionen verdoppelt. Damit seien inzwischen dem Report nach offiziell 14 Prozent aller Kinder in Deutschland von Armut betroffen.

Man schätzt, dass etwa 5,9 Millionen Kinder in Deutschland in Haushalten leben, wo das Jahreseinkommen der Eltern gerade mal bis zu 15.300 Euro beträgt. 

Bei den sozial benachteiligten Kindern wird beobachtet, dass sie
    
1.    sich ungesünder ernähren
2.    sich weniger bewegen
3.    immer häufiger in isolierten Wohnvierteln unter sich bleiben
4.    keine guten Schulen besuchen
5.    nur mangelhafte Ausbildungsmöglichkeiten haben
6.    keine ausreichend soziale Unterstützung haben

Es entwickeln sich „Armutskarrieren“. Die fehlenden Bildungschancen führen dazu, dass wichtige Potenziale der Kinder und Jugendlichen verloren gehen. Das hat mittelfristig gravierende Auswirkungen auf die Volkswirtschaftliche Leistung. In 2004 wies jedes 3. Kind bei seiner Einschulung bereits therapiebedürftige Entwicklungsstörungen oder Verhaltens-auffälligkeiten auf. Jedes 4. Kind verließ die Schule ohne Beherrschung des Mindestmaßes an Kulturtechnik, die selbst Hilfsarbeiten erfordern.

Für DIE LINKE ist klar: Hartz IV muss weg! Der Grundsicherungs- Regelsatzes muss sofort auf 500,00 Euro erhöht werden. Langfristig möchte DIE LINKE eine bedarfsorientierte Grundsicherung verwirklichen, die allen Menschen unabhängig von ihrem Erwerbsstatus ein Leben in Würde und eine Beteiligung an unserer demokratischen Gesellschaft zu ermöglicht.

Der aktuelle Grundsicherungs-Regelsatz sieht für Kosten der schulischen Ausbildung einen Tagesbetrag von nur 1, 27 Euro vor. Nicht einmal das tägliche Mittagessen in einer Ganztagsschule kann von diesem geringen Betrag bezahlt werden, von Büchern oder Nachhilfe ganz zu schweigen.

DIE LINKE sieht hierin einen sozial- und bildungs+politischen Skandal. Von Chancengleichheit kann unter diesen Bedingungen keine Rede mehr sein, vielmehr wird Armut erblich, höhere Schulbildung erhält einen elitären Charakter. Es gilt entschieden gegenzusteuern, um auch Kindern aus einkommensschwachen Familien eine Lebensperspektive und echte Entwicklungschancen zu eröffnen. Als kurzfristige Sofortmaßnahme fordert DIE LINKE. Stadtverband Ahaus die Einrichtung eines Sonderfonds für Chancengleichheit, welcher Kosten der Schulausbildung und sozialer wie sportlicher Aktivitäten betroffener Kinder und Jugendlicher übernimmt, um die schlimmsten durch die Hartz-Gesetze entstandenen Diskriminierungen abzufedern.

Gespeist werden soll dieser Fonds aus Mitteln des Kreises sowie der Städte und Gemeinden, ebenso muss die Wirtschaft in die Pflicht genommen werden. Ausdrücklich einzubeziehen in die Aufgaben dieses Sonderfonds sind die Übernahme von Kosten für außerschulische Nachhilfe, Mitgliedschaften in Vereinen, Klassen- und Abschlussfahrten sowie die Ausstattung zur Einschulung. Ferner sollen möglichst monatlich Büchergutscheine an die von den Hartz-Gesetzen betroffenen Kinder und Jugendliche ausgegeben werden, damit die Anschaffung dieses zentralen Mediums der Allgemeinbildung nicht an finanziellen Hürden scheitert. In dieser Maßnahme sehen wir auch eine gute Möglichkeit für örtliche Unternehmen, ihrer sozialen Verantwortung durch Finanzierung dieser Gutscheine gerecht zu werden.

Langfristig muss es kostenfreie, qualitativ hochwertige Erziehungs- und Bildungsangebote für alle Kinder von der Kita bis zur Universität geben.

Horst Müller
Kreisschatzmeister DIE LINKE. Borken

Das Phantom im Kreistag

Ein Leserbrief von Horst Müller zur Kreistagskandidatur 2009 von Jens Spahn (CDU)

Das ist kein neues Musical, sondern wird ab Herbst 2009 Realität. Bei jeder Kreistagssitzung werden sich die Abgeordneten fragen:"Erscheint er, wann und wie lange?" Und was ist mit der Arbeit in den Ausschüssen, einer noch viel wichtigeren Arbeit der Kreistagsvertreter? So geht es nicht. Ein gewählter Volksvertreter muss seine Wahl durch seine Anwesenheit und Mitarbeit gewährleisten. Phantome gibt es schon genug.

Horst Müller

DIE LINKE

Jens Spahn, Bürgernähe, was ist das ??

Die wahre Bürgernähe an einem neuen Beispiel:

Wie bei den meisten Abgeordneten des Deutschen Bundestages mittlerweile üblich präsentiert sich auch der MdB der Ahauser CDU Jens Spahn bei Abgeordnetenwatch.de, einem Internetportal in welchem Sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestages vorstellen  und sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger stellen können. Jedoch scheint der gute Herr Spahn weder den Sinn des Internets als Informations- und Kommunikationsmedium des 21. Jahrhunderts als Ganzes, noch den Sinn von Abgeordnetenwatch.de explizit so recht verstanden haben, kommt doch auf jede an ihn gerichtete Frage eine standardisierte Antwort wo er nur den Namen des Fragestellers aktualisiert und in welcher er auf sein Büro verweist. Und so wird auch die Frage des Henry Paul, Vorstandsvorsitzender von DIE LINKE. Ahaus bzgl. seiner fehlenden Bürgernähe die selbe standardisierte Antwort bekommen.

Da bleibt eigentlich nur eine Antwort übrig: Reden Sie nicht nur im Wahn Herr Spahn, sondern auch mit den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes deren Vertreter Sie zu sein vorgeben!

Klatsche für Schwarz Gelb

So und nicht anders kann man wohl die Ablehnung des Kommunalwahltermins 07. Juni 2009 durch die Münsteraner Richter wegen Verstoßes gegen die Buchstaben der Landesverfassung bezeichnen. Mit üblen Taschenspielertricks haben CDU Generalsekretär Hendrik Wüst, sein FDP Amtsbruder Christian Lindner sowie NRW Innenminister Ingo Wolf (FDP), Pannenmann der Rüttgers- Regierung, versucht die Kommunalwahlen möglichst weit weg vom Bundestagswahltermin, der sich eigentlich als am  (Kosten)günstigsten angeboten hätte, zu terminieren.

Der Grund dafür liegt klar auf der Hand. Man setzte auf eine niedrigere Wahlbeteiligung die dem bürgerlichen Lager bei Kommunalwahlen helfen sollte. Aber aus der Schlappe gelernt hat man trotzdem nicht, anstatt nun einen gemeinsamen Termin mit den Bundestagswahlen anzustreben will man den 30. August als neuen Termin durchsetzen. Das ist dreist und ein Angriff auf die Kassen der Kommunen. Die müssen nämlich nun die Kosten von ca. 42 Millionen Euro tragen obwohl die Landesregierung die Verantwortung für dieses Desaster trägt.

Aber was soll’s, Ahaus hat ja gerade 4,85 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II zugesagt bekommen, da sollte man zwecks Machterhaltung etwas von abzwacken können. Ich bin der Meinung diesen politischen Ignoranten von CDU und FDP sollte man bei den anstehenden Wahlen, wann immer sie auch sein mögen, die rote Karte zeigen und Sie des Feldes verweisen.

Henry Paul
Wessumerstr.47
48683 Ahaus
Tel. 02561 44205

Die Grünen-Ratsfraktion bekommt Verstärkung

Horst Müller, unser Mitglied im Rat der Stadt Ahaus hat sich als Hospitant der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen angeschlossen. Den Schwerpunkt seiner Arbeit möchte er auf die sozialen Belange der Bürgerinnen und Bürger legen und sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen, wie dies bereits im Kommunalwahlprogramm betont wurde. Weiter wird er sich dafür einsetzen, dass kommunalpolitische Entscheidungen transparent gestaltet und mehr Mitbestimmung ermöglicht werden. Da dieses als fraktionsloses Mitglied sehr schwierig ist, besteht durch diesen Anschluss die Möglichkeit sich in die Entscheidungsprozesse im Rat aktiv einzubringen und sehr viel mehr Informationen zu bekommen. Durch die Zusammenarbeit besteht kein Fraktionszwang und die politischen Grundsätze unserer Politik können weiter vertreten werden.

Eintrittspreise-Kombibad

Der Ahauser Stadtverband der Partei Die Linke präsentierte sich am heutigem Mittwoch (22. Oktober 2008) im Rahmen eines Infostandes mit seinen Vorstellungen und Zielen zur Politik. Hierbei ging es aber nicht nur um die großen Berliner Themen – nein, auch regionale Dinge gehörten dazu. In diesem Konsens führten die Ahauser Linken eine Unterschriftensammlung durch, bei der es darum geht, gegen die hohen und sozial unverträglichen Eintrittspreise für das neue Kombibad zu votieren.

Viele Bürger erklärten sich spontan dazu bereit, ihre Solidarität mit dem Anliegen der Ahauser Linken „Für Alle bezahlbare Badtickets“ durch ihre Unterschrift zu bekunden.

Der Ahauser Stadtverbandssprecher Henry Paul erklärte: „Die Aktion wird im Rahmen der nächsten Infostände weitergeführt. Wir wollen erreichen, dass im Stadtrat über eine sozialere Lösung nachgedacht, und in die Tat umgesetzt wird. Der Profit muss nicht in jedem Fall oberste Priorität haben, sondern die Menschen und ihre Bedürfnisse müssen im Vordergrund stehen. Was passiert, wenn nicht nach dieser Prämisse gehandelt wird, erleben wir gerade mit der von Gierigen verursachten Bankenkrise.

Hat Ahaus ein Luxusproblem ?

Ein Leserbrief von Uwe Fleischhauer aus Legden

Hat Ahaus ein Luxus Problem, oder leidet es nur an einer recht kleinsichtigen Verwaltung? Als Legdener komme ich gern und regelmäßig nach Ahaus zum Einkaufen. Es gibt schließlich alles in diesem schönen Städtchen, von Waren des täglichen Bedarfs bis hin zu größeren Anschaffungen, sei es nun Kleidung, Möbel oder Heim- und Unterhaltungselektronik. Welchen Sinn also sollte es machen, ohne Not ein Gebäude weg zu baggern, welches sich baulich hervorragend in das Gesamtensemble seines Standortes einfügt und gegen einen neumodischen Einkaufsbunker zu ersetzen den niemand so wirklich braucht?

Erst recht erscheint mir dieser Plan völlig sinnlos, wenn man den Vorschlag der Familie Klaas bezüglich des K+K Centers bedenkt. Nein, Ahaus braucht mit Sicherheit keinen Neubau für ein Einkaufszentrum, erst recht nicht an dieser Stelle!

Mein Vorschlag wäre vielmehr mit dem Gebäude des alten Finanzamtes eine touristische und kulturelle Lücke zu schließen, eine Lücke welche mir in der vergangenen Woche beim Besuche meiner Verwandschaft in Legden zum wiederholten Male aufgefallen ist. Es gibt in Ahaus kein wirkliches Museum, wenn man mal von dem leider nur stundenweise geöffneten Torhäuschen und dem Schulmuseumchen absieht. Warum also funktioniert man das alte Finanzamt nicht in dieser Richtung um? Damit würde das Gebäude äußerlich unverändert erhalten bleiben und nur der Innenraum müßte sich einer Umgestaltung unterziehen. Es wären feste Ausstellungen denkbar, etwa zur Geschichte der Stadt und deren Umfeld und nebenher wechselnde Ausstellungen aus Leihgaben. Auch kleine Kunstgalerien wären nebenher denkbar. Man könnte sogar noch weiter gehen und zum Beispiel im Obergeschoß ein oder zwei Räume einplanen, zu denen die Schulklassen der Stadt und der Umgebung im Zuge von Exkursionen die Themen von Kunst, Kultur und Geschichte anschaulich näher gebracht werden könnten. Das wäre meiner Meinung nach eine wirklich sinnvolle Nutzung des Gebäudes und eine weitere Attraktion für die Stadt. Uwe Fleischhauer DIE LINKE Sprecher im Stadtverband Ahaus für Legden

Uwe Fleischhauer

Linke fordert Soziaticket

Ahaus: Der Ahauser Ortsverband der Partei DIE LINKE. will ein Sozialticket für den öffentlichen Personennahverkehr. In einem Bürgerantrag an den Rat schlägt DIE LINKE vor, im Rahmen eines zunächst auf zwei Jahre angelegten Modellversuchs mit der Westfalen Bus GmbH und der Regionalverkehr Münsterland GmbH entsprechende Regelungen zu treffen. Das Sozialticket solle nicht mehr als 15 Euro im Monat kosten. Mobilität, so DIE LINKE in ihrer Antragsbegründung, sei ein entscheidender Faktor um sozialer Isolation und Ausgrenzung entgegen zu wirken. Sie sei zum anderen auch eine wichtige Voraussetzung für die Rückkehr in den Arbeitsmarkt.

 

Hartz IV Empfänger alles Betrüger ?

Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser.

Diesem Leitsatz, der eigentlich von Wladimir Iljitsch Uljanow genannt Lenin stammen soll, folgt wohl nun auch das BSG (Bundessozialgericht) in Kassel. Nicht anders kann man das Urteil vom 19.09.2008, (Az.: B 14 AS 45/07 R) verstehen, in dem entschieden wurde, dass Hartz IV Ämter von jedem Hilfebedürftigen bei Antragstellung ohne Angabe von Gründen Kontoauszüge der letzten 3 Monate fordern dürfen. Hierdurch soll dem Leistungsmissbrauch vorgebeugt werden.

Das bedeutet im Klartext, dass über 2 Millionen Leistungsempfängern unterstellt wird, dass sie die Absicht hätten zu betrügen. Eindeutig gegen diese Unterstellung sprechen aber die Fakten: Im letzten Jahr wurden bundesweit 47 300 Missbrauchsfälle aufgedeckt, also wurden nur etwa 2 % Betrugsfälle bekannt, die dann an die Staatsanwaltschaften übergeben wurden.

Wie gut ginge es Deutschland finanziell, wenn wir vergleichbare Zahlen etwa bei der Steuerhinterziehung hätten. Aber hier bewahrheitet sich mal wieder die alte Volksweisheit: „Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen“. Den Ärmsten der Armen will man die Konten ausspähen um eventuell irgendwo 5 Euro zu entdecken die man wieder vom Sozi Geld abziehen kann. Auf der anderen Seite diskutiert man darüber, ob es dem Gesetz entspricht, dass der BND Datenträger kauft, die tausendfachen Steuerbetrug nachweisen können.

Anstatt hier mit zweierlei Maß zu messen, sollten die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft lieber darüber nachdenken, wie man es erreicht, dass allen Menschen ein Einkommen aus Arbeit oder bedingungsloser Grundsicherung zur Verfügung steht, das ausreicht um sozialverträglich leben zu können, statt mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Wir, DIE LINKE, haben viele gangbare Wege hin zu einer besseren Gesellschaft aufgezeigt, aber (noch) will man nicht so richtig auf uns hören.

Henry Paul, DIE LINKE Ahaus