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Foto: Manfred Sauke. Lizenz CC 2.5

DIE LINKE Stadtverband Ahaus

Brief an die ITG Düsseldorf - Kein H&M nach Ahaus

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

heute fand ich in meinem Briefkasten eine Werbebroschüre die bezüglich der Neugestaltung des alten Finanzamtes Ahaus für das Konzept der ITG wirbt. Das ist natürlich legitim, genauso wie die beiliegende Stimmkarte die mit Suggestivfragen versucht dem Ahauser Bürger eine Antwort vorzugeben.

Dass ich mich nicht für die Geschäftsidee Ihres Unternehmens erwärmen kann habe ich bereits am 27.01.12 versucht per Leserbrief in der Münsterlandzeitung auszudrücken. Leider hat der zuständige Redakteur auf eine Veröffentlichung verzichtet und mir heute bei einem Telefonat als Begründung die Unwissenheit über die Herkunft bzw. Produktion des Warensortiments des Kaufhauses „Berken“ genannt. Um Ihnen nun meine Meinung ausführlich zu erläutern, was mir per Stimmkarte nur unzulänglich möglich ist, schicke ich Ihnen besagten Leserbrief, aus dem Sie meine Gründe für meine ablehnende Haltung erkennen können.

Mit freundlichen Grüßen,

Henry Paul

Wessumer Str. 47

48683 Ahaus   


Nicht veröffentlichter Leserbrief vom 27.01.12 an die Münsterlandzeitung

H&M nach Ahaus ?

Ehrlich gesagt ist es für mich nicht nachvollziehbar das man wider jegliche Vernunft H&M nach Ahaus holen möchte. Erst im September 2011 war bei Stiftung Warentest nachzulesen unter welchen Bedingungen H&M produzieren lässt. Näherinnen in Bangladesch klagen über Ausbeutung, Schläge und Nötigung. So jedenfalls berichtete Report Mainz schon 2010.

Das sich daran kaum etwas geändert hat wurde nun in der ARD Sendung „Markencheck“ vom 23.01.2012 deutlich. Noch immer schuften laut H&M Check Arbeiterinnen, die oft in Slums direkt hinter den Fabriken wohnen, für etwa 30 Euro Monatslohn bis zu 16 Stunden am Tag. Wenn also die Ahauser Ratsmitglieder den Begriff „Soziale und ökologische Verantwortung“ kennen und erst nehmen sollte man Textildiscountern die ihre Produkte unter sehr fragwürdigen Umständen auf den Markt bringen und auch noch Millionen damit verdienen die Tür weisen, bzw. sie erst gar nicht öffnen.

Nur sind in Zeiten des massiven Sozialabbaus viele Menschen auf Firmen wie H&M und Co. angewiesen wenn sie nicht in Sack und Asche gehen wollen, das gehört leider auch zur bitteren Wahrheit.